Herrjemine. Seit 24 Jahren bin ich nun dabei. Bei 36,4 % standen wir, jetzt sind es 13 %. Ich glaube nicht, daß es an unseren Inhalten liegt. Eigentlich nicht mal an den Personen, von denen einem einige natürlich mehr liegen als andere.

Es sind unsere Strukturen. Ich will eine Partei, in der ich mich wiedererkenne. Die schnell und gut organisiert ist – mit #Slack, beispielsweise, das viele unserer Konkurrenten bereits nutzen. Ich möchte nicht mehr nur auf monatliche Treffen warten. #Trump twittert auch sonntags.

Ich möchte, auch als einfaches Mitglied, wissen, was „meine“ Leute im nächsten Umfeld bewegt. Ich will schnell reagieren können. Meine Leute in der Hosentasche haben. Absprachen über E-Mail-Verteiler und einzelne Telefonate funktionieren zwar, sind aber nicht mehr zeitgemäß.

Ich will die in Jahrzehnten geschaffene Bürokratie, sich sogar auf unterster Ebene in zig unterschiedlichen Zirkeln abzusprechen, abschaffen. Das, was 1974 oder 1983 funktionierte, dient heute 2 Dingen: Macht zu sichern. Und Entscheidungen zu verlangsamen. Beides ist nicht modern

Ich will eine offene Partei. Die die, die zu uns kommen, nicht in Bürokratie erstickt, sondern einlädt, #kreativ zu sein, #Ideen zu haben. Ich möchte ein ständiges politisches Gespräch mit denen, die hier meine #SPD vor Ort prägen.

#Politik ist seit dem Aufkommen von #Socialmedia keine 3-h-Veranstaltung, 1x im Monat. Politik ist ein #Stream, ein #Newsfeed – über den sich zunehmend mehr Leute ausschließlich informieren. Genau das bilden wir intern aber überhaupt nicht ab.

Egal ob es gefällt oder nicht: Das ist die Zeit, in der wir leben. Überleben tun nur die, die sich erfolgreich anpassen. Tun wir das? Ehrlicherweise bezweifle ich das.

Wer #Facebook als „böses Internet“ ansieht und das Emil, das 14jährige Neumitglied und den Enkel von Karl-Horst das „mal machen lässt, damit er auch was zu tun hat“, hat sich völlig vom Heute verabschiedet. Das muss der #SPD sehr schnell klar werden.

Andere wie die #AfD erreichen über „Emil-wir-beschäftigen-den-mal,-damit-er-sich-nicht-langweilt“-Kanäle Hunderttausende. Und etablieren so nebenbei ihre eigene #Öffentlichkeit. Wo sind wir da, #SPD?

Sicherlich: Nicht alles ist Socialmedia. Und die geselligen Runden sollen bitte auch nicht abgeschafft werden. Trotzdem gilt: politisches Leben ist schneller geworden. Direkter.

Keiner wartet mehr 30 Tage auf einen Beschluss. Wir müssen #unternehmerisch|er und #effizient|er denken, liebe #SPD – #ehrenamt|lich tätig zu sein, heißt in erster Linie: #Freizeit. Und in dieser freien Zeit möchte ich, daß mein #Hobby mir in erster Linie #Spaß macht.

Ich will Erfolge sehen – so wie wenn ich Modelle zusammenbauen würde (oder Pullover stricken), möchte ich am Ende Ergebnisse haben. „Etwas geschafft haben.“ Das meint nicht die große politische Karriere, die in einem Regierungsamt endet – aber das Gefühl, ein Unterschied zu sein.

Andere haben ihre Themen: @Die_Gruenen mit #Klimaschutz, die #AfD mit Ängsten vor allem und jedem – ich denke, wir sollten #Mitmachen zu unserem Credo erheben. Denn nur wenn #Menschen zu uns mit ihren #Ideen und (durchgeknallten?) #Vorstellungen kommen, gewinnen wir.

Ich wünsche mir meine #SPD als eine #kreativ|en, spannenden Ort, der vor neuen Ideen pulsiert. Und deshalb hoffe ich sehr auf @c_kampmann und @MiRo_SPD.

Denn ich möchte nicht mehr den #DreiklangdesWahlverlusts hören: (1) Du hast eine Idee? – Ja, machen wir. Vor allem: später. (2) Ja, wie konnte das nur passieren? Wir waren doch so engagiert! (3) Ja, dann hab halt mal ne Idee! … und dann geht‘s bei (1) weiter.

Am Ende vernichten wir damit nämlich nur eins: #Engagement. Und genau das brauchen wir. Dringender denn je.

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