Maaßen und der Irre aus Ingolstadt

Bescheuert, irre, fassungslos. Das sind die Kommentare zum ewig weiterschwelenden Fall Maaßen. Letzte Pointe: die angedachte Beförderung zum Staatssekretär und damit ein Wegloben des gescheiterten Verfassungsschutzpräsidenten, der Rechtsradikale nach Gusto verharmlost.

Seehofer führt einen persönlichen Rachefeldzug auf der Grundlage der Republik und der Verfassung. Er missbraucht das Grundgesetz und die deutsche Demokratie für seine Spielchen, in denen es ihm persönlich nur darum geht, Merkel zu terrorisieren.

Das ist schändlich und disqualifiziert den Irren aus Ingolstadt für immer. Er ist, wie der SPIEGEL völlig zurecht schreibt, ein Gefährder. Er liefert der AfD und Republikfeinden bestes Material zur Demontage dieser Demokratie.

Sein letzter Schachzug macht da keine Ausnahme: 3000 € mehr Gehalt, er säße am Kabinettstisch und nebenbei wird der einzige SPD-Staatssekretär in den Ruhestand versetzt. Die SPD auf der Palme – völlig zurecht -, der CDU den Mittelfinger gezeigt und es Merkel gezeigt: „Du tanzt nicht auf meiner Nase.“

Die große Koalition im ständigen Krisenmodus und ja, ich verstehe jeden, der sich da aufregt. Das geht nicht.

Anstelle aber in sozialen Netzwerken seinen Frust oder sein Unverständnis rauszuposaunen (was sicherlich auch was bringt), gibt es ja noch eine Möglichkeit: Staatssekretär wird man nur, wenn das das Kabinett einstimmig beschließt. Also: Schreibt an die Minister. Per E-Mail, Twitter, Facebook. Quält sie mit eurem Anliegen und verhindert am Ende diese Slapstick-Geschichte.

Aber, bitte: Werft nicht mit Parteibüchern um euch, erklärt nicht schon wieder „Und schuld daran ist die SPD“, sondern helft mit, daß dieser Irrsinn nicht stattfindet. Nennt es Volkszorn – aber die „da oben“ merken das, wenn ihr was tut.

Ihr müsst nur eins tun: Es machen.

Ich wünsche es mir.

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